Wohl den Menschen, die dich für ihre Stärke halten und von Herzen dir nachwandeln!

Psalm 84, 6

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Der Lohn der Liebe ist, dass dein Wesen Liebe wird.

Brunn

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PUTZLUST STATT FRUSTPUTZ

Heiteres vom Weimarer Frühjahrsputz

Des ew'gen schnöden Putzens Last
zur Lust uns allen wurde fast,
als wir uns trafen zu dem Zweck:
"Des Winters Staub und Grau muss weg!"

Die einen gingen Unkraut jäten
und harkten dürres Laub von Beeten,
umsorgten pflegend mit viel Liebe
der Hecken zarte Frühjahrstriebe.

Die andern mit gleichviel Elan
gingen den Dreck von innen an.
Hoch sich recken, tief sich bücken,
manchem tat der Rücken zwicken,
schruppen, waschen, saugen, kehren.
Davor konnt` kein Schmutz sich wehren.

Mit dem Gefühl der Fingerspitzen
fand man ihn in kleinsten Ritzen.
Spinnenweben, Fliegendreck...,
alles musste gründlich weg.
Tapsen hier und Tapsen dort
wurden aufgespürt und damit fort!

Osterstrauß fein ausgeschmückt
und mit Eiern bunt bestückt,
in Blumenkästen frisch mit Grün
steckten Kinder Bastelblumen hin.
Zum Ende war die Kirchenluft
angefüllt mit Bratwurstduft.

Wir haben nicht nur viel entschmutzt,
sondern nach der Arbeit viel verputzt:
Brätel, Würste und Salate,
alles, was man eben hatte,
und mit diesem Schmaus
klang der Großputz aus.

Letztendlich ist der Zweck vom Putz:
"Platz schaffen für den neuen Schmutz",
und wieder heißt es irgendwann:
"Zum Putzen komme, wer da kann!"

Autor: D.M. / Fotos: R. Schumann/Redaktion

Letzte Änderung: Donnerstag, 15. September 2016
Letzte Änderung Webseite: Sonntag, 24. September 2017