Gottesdienst


Ernst-Thälmann-Straße 9, 99423 Weimar

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Fotos: Hannsjörg Schumann

Neubau Neuapostolische Kirche


Gemeindezentrum Weimar

Ausblicke

Bei unserem Neubau des Gemeindezentrums steht bald das nächste Fest an. Es ist das Richtfest. Was bedeutet dieses Fest und welche Traditionen hat es?

Das Richtfest wird gefeiert, wenn nach alter Tradition der Rohbau und der Dachstuhl bzw. das Dach eines Gebäudes fertiggestellt ist. Der Name leitet sich von dem Ausdruck aufrichten oder errichten her. Gemeint ist das Aufstellen des Dachstuhles. Das Richtfest wird auch Weihefest, Hebefest oder Aufschlagfest genannt. Gemäß Urkunden ist das Richtfest bereits im 14. Jahrhundert nachweisbar. Der Brauch geht auf rituelle Formen der Zinszahlung und der Abgeltung von Arbeitsleistungen zurück. Im Mittelpunkt des Festes stehen die Handwerker und alle, die durch ihre Hände Arbeit das Bauwerk erstellt haben.

Es wird nach altem Brauch der Richtkranz von den Zimmerleuten am Dachstuhl befestigt. Er symbolisiert den Stolz des Bauherren und der Handwerker für das errichtete Gebäude. Danach muss der Bauherr den letzten Nagel in den Dachstuhl einschlagen. Als ein Höhepunkt des Richtfestes folgt der Richtspruch. Der Zimmermann bittet um den Segen Gottes für das Haus. Er beschwört das Glück für den Bau und dass alle, die ein und ausgehen, geschützt werden. Gleichzeitig wird Gott für seinen Schutz während der Arbeit gedankt und dafür, dass er alle Gefahren von den Handwerkern abgewendet hat. Je nach regionalem Brauch hält im Anschluss auch der Maurerpolier eine kurze Ansprache, in der er seine Arbeit und seine fleißigen Leute lobt. Zum Schluss bedankt sich der Bauherr bei den Handwerkern und lädt diese nochmals ausdrücklich zu Essen und Trinken ein. Dann beginnt der Richtschmaus. Mit einer zünftigen Mahlzeit und kühlen Getränken stärkt man sich für die nächsten Bauphasen.

P.T./F.R.