Gottesdienst


Ernst-Thälmann-Straße 9, 99423 Weimar

Gottesdienst


Ernst-Thälmann-Straße 9, 99423 Weimar

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Ernst-Thälmann-Straße 9, 99423 Weimar

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Ernst-Thälmann-Straße 9, 99423 Weimar

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Ernst-Thälmann-Straße 9, 99423 Weimar
Fotos: Hannsjörg Schumann

Neubau Neuapostolische Kirche


Gemeindezentrum Weimar

Neubau Variante C

Alle Vorschläge auf einen Blick - Schnitt Variante C Hier sehen Sie die Vorschläge für den geplanten Neubau. Durch Anklicken gelangen Sie zum Originaldokument im PDF-Format. Dazu wird der Adobe Acrobat Reader benötigt.

Die Idee


Der Entwurf stellt sich einerseits der Masse des Gauforums mit seinem kompakten Baukörper, nimmt sich andererseits aber geschickt aus der Öffentlichkeit zurück und gestaltet eine interessante Raumfolge.

Der vorliegende Entwurf der Neuapostolischen Kirche in Weimar trägt den vielfältigen Ansprüchen der Gemeinde, der Behörden und der Umgebung Rechnung. Die Bebauung reagiert ordnend auf die in der Nazizeit geschlagene Wunde im Quartiergefüge, in dem die Ecke an der Thälmannstraße durch eine angemessen große Baumasse besetzt wird, die sich auch gegen die maßstabslose Übermacht des Gauforums behaupten kann. Die kompakte Baumasse setzt sich introvertiert vom Straßenraum ab, wendet sich selbstbewusst vom Straßen- und Stadtgetriebe weg. Nicht jedoch, ohne mit einladender Geste auf seine Andersartigkeit hinzuweisen. Warm gestaltete, an der Gebäudeecke geöffnete Innenhöfe kontrapunktieren die geschlossenen Außenwände und fordern den Passanten zur Einkehr auf.

Draufsicht Variante C
Raumstruktur


Ein Grundzug des Entwurfes ist die Ostung des Kirchenraumes, der damit auf ein Grundkonzept des traditionellen Kirchenbaus zurückgreift und sich gleichberechtigt in die Kirchenstruktur der Stadt stellt. Mit der Schaffung von zwei, den Eingang markierenden Innenhöfen wird die städtebaulich geforderte Baumasse gewährleistet ohne das Raumprogramm zusätzlich aufzublähen. Über den katalysierenden südöstlichen Innenhof wird die direkte Konfrontation der gottesdienstlichen Räume mit der Umgebung vermieden. Ein weiterer Hof an der Nord-Westecke des Gebäudes markiert den Zugang von den Parkplätzen und schirmt auch in diesem Fall die geöffneten Fassaden von der Umgebung ab. Die Nutzungen erschließen sich über ein großzügig angelegtes, zweigeschossiges Foyer. Im Erdgeschoss befindet sich der Gottesdienstsaal mit 128 Sitzplätzen. Die Belichtung und Belüftung des Kirchensaales wird durch die Fassadenfläche gewährleistet. Im Obergeschoss befinden sich neben dem Zugang zur Empore mit weiteren 48 Plätzen der Sonntagsschulraum und die Sakristei.

Schnitt Variante C
Gestaltung


Das Gebäude wird nicht unterkellert, in Massivbauweise mit Flachdach errichtet. Auf Grund des engen Kostenrahmens wird ein dosierter Minimalismus in der Materialwahl und Materialbearbeitung angestrebt: geputzte oder gespachtelte, nicht tapezierte Wände, Verzicht auf zusätzliche Fußboden und Wandoberflächenbeläge, offene Dachtragkonstruktionen und Einbauten aus Holz. Die Varianz der verwendeten Fensterelemente beschränkt sich zur Kostensenkung auf je zwei Breiten und zwei Höhen.