Gottesdienst


Ernst-Thälmann-Straße 9, 99423 Weimar

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Fotos: Hannsjörg Schumann

Neubau Neuapostolische Kirche


Gemeindezentrum Weimar

Schlüsselübergabe für den Kirchenneubau in Weimar

In einer Bauzeit von 17 Monaten entstand das neue Gemeindezentrum. Der nahe dem Stadtzentrum errichtete Neubau erfuhr bereits während der Bauphase nicht nur das Interesse der Kirchgemeindemitglieder. Am 17. Dezember 2010 konnte die feierliche Schlüsselübergabe durchgeführt werden.

Nachdem der 1. Satz Allegro aus Divertimento [H.642] von Carl Philipp Emanuel Bach, vorgetragen vom Streichquartett der Gemeinde, verklungen war, eröffnete Moderator Priester Jan Weyh mit Freude und Dankbarkeit die feierliche Schlüsselübergabe mit einem Zitat von Johann Wolfgang von Goethe: "Aller Anfang ist heiter, die Schwelle ist der Platz der Erwartung." (aus Wilhelm Meisters Lehrjahre) Viele Gäste konnten an diesem Freitagnachmittag begrüßt werden. So unser Apostel Rolf Wosnitzka und Bischof Ralf Wittig, der Bürgermeister Christoph Schwind, der Architekt Frank Reimann und Vertreter der am Bau beteiligten Firmen, Gäste und Vertreter der Nachbargemeinden und anderer Kirchen, Vertreter der Öffentlichkeit, die Vorbesitzer des Kirchengrundstückes, Familie Thalmann, sowie zahlreiche Gemeindemitglieder.

Nach einem freudigen Dankgebet begrüßte Apostel Rolf Wosnitzka alle Gäste und brachte seine Freude zum Ausdruck, dass die heutige Feierstunde stattfinden kann. Nachdem unser Gemeindevorsteher, Hirte Gert Nestler, eine Kurzchronik der Kirchgemeinde Weimar verlesen hatte, trug der Bürgermeister Christoph Schwind sein Grußwort vor. Neben den Glückwünschen für das besondere Weihnachtsgeschenk für die Kirchgemeinde betonte er in seiner Ansprache die historischen und zukünftigen Besonderheiten des städtebaulichen Quartieres und des Standortes der neuen Kirche, welche für viele Menschen Freude und Optimismus ausstrahlt. Seine besonderen Wünsche galten dem großen "Tor", welches zukünftig für alle offen sein wird.

Nachdem sich der Architekt Frank Reimann bei der Kirchenleitung, bei allen an der Planung und am Bau beteiligten Helfern und Mitarbeitern bedankt hatte, u.a. beim Entwurfsteam Gabi Döller, Frank Reimann und Jan Weyh, entfaltete er in einer kurzen Ausführung einige Gedanken zum Kirchenneubau. Die Gestaltung des Baukörpers folgt den Prinzipien des Bauhauses. Es wurde hoher Wert auf den minimalistischen Einsatz von unterschiedlichen Materialien und der Materialästhetik von handwerklich hergestellten Bauteilen gelegt. Neben dem Kirchensaal mit Empore, die zusammen 166 Sitzplätze bieten, umfasst das Gebäude mehrere Nebenräume mit vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten.

Im Kirchensaal wurde eine Pfeifenorgel von dem Orgelbaumeister Georg Wünning eingebaut. Sie umfasst zwei Manuale mit je sieben Registern sowie einem Pedal mit je drei Registern und ca. 1000 klingende Pfeifen. Mit den besten Wünschen für den Segen Gottes zur neuen und offenen Kirche übergab der Architekt Frank Reimann den symbolischen Schlüssel dem Vorsteher.

Der Vorsteher, Hirte Gert Nestler, dankte allen und erwähnte, dass dieser symbolische Schlüssel alle Herzen aufschließen möchte. Dieser Schlüssel passe jedoch nicht in das technische Schloss - für dieses Schloss gibt es mehrere Schlüssel mit vielen Helfern. Allen bisherigen Helfern dankte er für die geleistete Mitarbeit und wünschte sich diese Kontinuität auch weiterhin für eine gute Entwicklung.

Durch den Organisten Albert Schönberger wurde in sehr bildhafter Weise noch einmal die Orgel beschrieben und auf den großen Atem, welcher auch von oben kommt, verwiesen. Eindrucksvoll wurde dann durch ihn Toccata und Fuge d - Moll von Johann Sebastian Bach vorgetragen und somit die Orgel auch klanglich vorgestellt. Nach einem kurzen Gebet durch Apostel Rolf Wosnitzka lud der Moderator, Priester Jan Weyh, alle Anwesenden zu einer Besichtigung des Gemeindezentrums und einen kleinen Imbiss ein.

Zum Abschluss erklang, vorgetragen durch das Streichquartett, freudig und bewegt der 4. Satz Presto aus Quartett Nr. 4 in C - Dur, KV 157 von Wolfgang Amadeus Mozart.